Sophienhöhe schützen!

Inmitten des Braunkohletagebaus ist die Sophienhöhe mittlerweile ein Rückzugsgebiet für die Natur und ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Menschen der Region geworden.

Wir wollen, dass dies so bleibt!

RWE plant, die Kartbahn "Erftlandring" unmittelbar an den nordöstlichen Hang der Sophienhöhe zu verlegen. Damit wäre die Natur der rekultivierten Fläche ständiger Lärm- und Abgasbelästigung ausgesetzt.

Unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift den Aufruf an die zuständigen Politiker, diese Pläne zu untersagen und die Sophienhöhe als Naherholungsgebiet zu erhalten!

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Den aktuellen Stand in Sachen Kartbahn finden Sie unter "Chronik zur Kartbahn".

 

 

 

Die Sophienhöhe ist für uns wichtig:

Früher, d. h. bis in die 70er Jahre hinein, war hier der größte zusammenhängende Bestand von Eichen und Hainbuchen Deutschlands. Über 4.000 ha Wald fielen (und fallen immer noch) den Baggern der RWE zum Opfer. Nur ein Restbestand von insgesamt ca. 200 ha (Steinheide und Lindenberger Wald) blieb erhalten. Die Rodung des Hambacher Forsts widersprach wegen dieses Baumbestandes sowie seltener Vogel- und Amphibienvorkommen europäischem Recht. Aber RWE ist mächtig...

Das größte Loch Europas - der Tagebau zwischen Bergheim und Jülich - entstand. Jahrzehntelang wurde die Umwelt mit enormen Staubmengen und mit tag- und nächtelangem Brummen der riesigen Bagger und Förderbänder belästigt.

Für den Verlust des Hambacher Forstes kann es keine Entschädigung geben - ein 12.000 Jahre alter Wald kann nicht wiederhergestellt werden. Die einzige "Zusage" von RWE lautete: "Wir schütten den Abraum auf und forsten die Fläche wieder auf". So entstand die Sophienhöhe.

Anfangs war diese Anhöhe wenig attraktiv, denn man hatte sich beim Aufforsten auf wenige robuste und vor allem kostengünstige Baumarten beschränkt. Die Anlage der Wege war phantansielos ("quadratisch-praktisch"), und der stets drohenden Erosion des Abraums geschuldet.

Die Natur erobert sich jedoch allmählich wieder Nischen zurück. Einige Vogelarten sind wieder heimisch geworden, ebenso einige Fledermausarten. Dieses Rückzugsgebiet ist umso wichtiger, als neben dem Tagebau und auch die industrielle Landwirtschaft die Existenz vieler Pflanzen und Tiere bedroht. Außer der Sophienhöhe gibt es schlicht im Umkreis von 40 km kein größeres Waldgebiet.

Die Menschen nutzen die Sophienhöhe zum Wandern, ebenso zum Fahrradfahren. Zudem wurden einige wenige Reitwege angelegt. An einem schönen Sommertag können deshalb die Parkplätze Hambach, Stetternich, Güsten und Höllener Mühle schon einmal voll werden.